Es gab auch schon ein Leben vor der G. Blues Band ...

 

 

 

Die G. Blues Band ist eigentlich eine Fortführung der ehemaligen Kultband „Dingsbums", die mehr als zweieinhalb Jahrzehnte (von 1975/76 bis 2003) die Rhythm'n Blues-Szene der Vorderpfalz bereicherte.

 

Und so hat alles mal begonnen:

 

... das war bei einem der ersten Gigs im "Sinkkasten" (heute: Königskeller) in Germersheim

... mit Jürgens' Schwester Annette in den ersten Jahren an den Drums, bevor Gerd Hoffmann das Trommeln übernahm ...


... und mit erstaunlich innovativer Plakatgestaltung, die heute noch ihresgleichen sucht, wurden die Gigs, z.B. im Germersheimer Jugendzentrum  "Ludwigstor" der Öffentlichkeit angepriesen.

Nach einer Übergangsphase mit zwei Percussionisten (Drums und Congas wurden von Anette und Gerd bedient)

... wurde dann ab Anfang der Achtziger die Dingsbums-Ära als reine Gitarrenband gestartet, die im März 1984 ihren ersten Höhepunkt erlebte: Den Auftritt mit der amerikanischen Blues-Legende Champion Jack Dupree im Jugendzentrum Wörth. Das Foto zeigt den Champion an Gerd's Drumset bei der abschließenden Jam-Session.

 

... Publikum und Presse waren begeistert!

Die Band hatte sich einen Namen gemacht und auch das lokale Fernsehen wurde auf die Bluesband aufmerksam.


Das Kabelfernsehen entstieg seinen Kinderschuhen und im Studio Ludwigshafen gab es in dieser Zeit zwei Sendungen mit "Dingsbums"

 

Hier die Besetzung dieser legendären TV-Shows:

 

Ende 1984 war dann der große Umbruch in der Band.

Jürgen, Bandbegründer und innovatives Element der Gruppe, verspürte den Drang nach "Mehr" - und es begann die zweite Hälfte der "Dingsbums"-Ära: Die Zeit für große Formationen mit Bläsersatz und Keyboard war gekommen.


Folgende Bilderreihe zeigt eine Auswahl der unterschiedlichen Besetzungen von 1985 bis zum Ende dieser Ära in 2003:

"Dingsbums" entwickelte sich von Jahr zu Jahr weiter und war in großer Formation über fast zwei Jahrzehnte hinweg eine der angesagtesten Rhythm' Blues-Formationen im Süden von Rheinland-Pfalz.


Im Rahmen ihrer unzähligen Auftritte gab es auch richtige Highlights. Folgende vier Veranstaltungen sollen hier beispielhaft erwähnt werden:

März 1988

 

Sog. "Abriss-Festival" in der Stadthalle Germersheim gemeinsam mit den Blues-Formationen "Sixpack" aus Landau und der "Frankfurt City Blues Band", die beide auch heute noch "on Tour" und nicht totzukriegen sind.

 

Es wurde tatsächlich unmittelbar nach dem Konzert die Stadthalle abgerissen, aber nicht weil die Fans vor lauter Begeisterung nicht wussten, wohin mit ihrer Kraft, sondern weil die Germersheimer Stadtväter geplant hatten, eine neue feine Kulturstätte zu erbauen

 

November 1990

 

Die Band feiert ihr 15 jähriges Bestehen und lädt alle bisherigen Mitglieder ein, die "Dingsbums"-Historie nochmals gemeinsam auf der Bühne zu erleben und vor allem selber musikalisch mitzugestalten. Und es sind alle gekommen! 

 

Die Tulla-Halle in Sondernheim erlebt an diesem Abend ein wunderschönes Konzert mit toller Musik, begeistertem Publikum und vielen Erinnerungen.

 

Dezember 1990

 

Das SWR-Fernsehen (heute "Unser Drittes") überträgt aus der neuen Stadthalle Germersheim die Live-Sendung "Guten Abend aus Germersheim" - und Dingsbums ist dabei! Zum ersten Mal im öffentlich/rechtlichen Fernsehen und zwar live und ohne Playback. Mein lieber Schwan, da haben vielleicht die Knie gezittert und die Hosen geflattert. Aber es ging alles gut und die Video-Kassette des Mitschnitts hat heute noch einen Ehrenplatz im Fernseh-Regal.


Hier ein Eindruck vom Fernseh-Gig:

 

Mai 1996

 

Nach langer und akribischer Vorbereitung feiert "Dingsbums" sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Auch diesmal wurden alle Mtglieder der vergangenen Band-Formationen gerufen und sie kamen fast ausnahmslos! Eine Riesen-Fete stieg in der Germersheimer Stadthalle. Da man dem Alter der Bandmitglieder etwas Tribut zollen musste, wurde eine Gastband engagiert. "Big Dish" wurde  ausgesucht,  um zwischen dem Auftritt der ehemaligen "Dingsbumser" und der aktuellen Bandformation das Publikum zu erfreuen.


Die Begeisterung kannte keine Grenzen und rund 750 Gäste erlebten ein musikalisches Feuerwerk bis in die späte Nacht hinein.

 

Hier ein paar Schnappschüsse der epochalen Party:


Im Jahre 2003 endete die lange, lange Ära der Kultband "Dingsbums". Die vielen Umbesetzungen, das Aufreiben bei der Suche nach der musikalischen Weiterentwicklung und letztendlich unterschiedliche Verlagerungen der Mitglieder im persönlichen und beruflichen Bereich führten dazu, dass diese Band endgültig aufgelöst wurde.

Doch es dauerte gerade mal zwei Jahre, bis bei Jürgen, der zwischenzeitlich (wieder mal mit Gerd "im Schlepptau") dem Beat der 60er und 70er Jahre in der "Oldie Band" huldigte, der Blues wieder "durchbrach" - und es dauerte nicht lange, da war die "G. Blues Band" geboren...